Leasing ist Investitionsmotor für den Aufbruch der Wirtschaft

Innovationskraft des deutschen Mittelstandes: Mit neuen Geschäftsideen aus der Krise

Die Corona-Krise hat Deutschland und Europa vor die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg gestellt – in gesundheitlicher, aber auch gesellschaftlicher und ökonomischer Hinsicht. Mehrere Lockdowns, die die Pandemie-Wellen mit Geschäfts- und Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen, Homeoffice und weiteren Maßnahmen brechen sollten, sorgten im vergangenen Jahr für den zweitstärksten Wirtschaftsrückgang der Nachkriegszeit. Vielen Unternehmen brach quasi über Nacht ihre Geschäftsgrundlage weg: Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie mussten schließen, Veranstaltungen wurden abgesagt. Es ist der Innovationskraft des deutschen Mittelstandes zuzuschreiben, dass Unternehmer statt in Schockstarre zu verharren, kreativ neue Geschäftsideen entwickelten, um ihren Weg aus der Krise zu gehen: Aus Hotels wurden Testzentren, Textilunternehmen produzierten Schutzkleidung, Webshops wurden in Windeseile umgesetzt, Veranstaltungen ins Internet verlegt etc. Die Leasing-Wirtschaft unterstützte diesen Weg und hilft ihren Kunden dabei, resilienter aus der Krise aufzubrechen.

Leasing-Gesellschaften verlässliche Partner für mittelständischer Unternehmen

Eine Untersuchung der KfW errechnete im Juli 2020, dass insgesamt 43 Prozent der mittelständischen Unternehmen aufgrund der Corona-Krise ihr Produkt-, Dienstleistungsangebot oder ihren Vertrieb sowie ihr Geschäftsmodell angepasst haben. Zählt man die Firmen hinzu, die dies im vergangenen Sommer noch planten, steigt der Anteil auf 57 Prozent. Diese neue Geschäftsideen mussten finanziert werden und zwar – angesichts der wirtschaftlichen Lage – liquiditätsschonend. Hier haben sich die Leasing-Gesellschaften als verlässliche Partner des Mittelstandes für die Bewältigung der Krise bewiesen. Und auch für eine Reihe weiterer Herausforderungen konnte und kann Leasing die Unternehmen mit passenden Lösungen unterstützen. Die Branche ist sogar essenziell in ihrer Rolle als Investitionsmotor für den Aufbruch der Wirtschaft, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Geschäftsmodell umgestellt: Filmproduktion statt Veranstaltungen

v. l. n. r.: Jochen Graf, Walther Bednarz, Dennis Puhane

Die Firma WBLT GmbH & Co. KG war bis zum Ausbruch der Corona-Krise ein klassisches Unternehmen für Veranstaltungstechnik, das sich seit der Gründung 1995 mit der technischen Planung und Durchführung von rund 500 Veranstaltungen im Jahr befasste, z. B. Feiern, Konzerte, Messen oder Theateraufführungen. Mit Einsparmaßnahmen und staatlichen Hilfen wie Kurzarbeitergeld und KfW-Kredit verlief das erste Jahr der Pandemie noch erträglich. Die beiden Geschäftsführer, Walther Bednarz und Jochen Graf, wollten sich den veränderten Marktbedingungen anpassen und beschlossen, den Bereich Medienproduktion auszubauen.

Studio WBLT

Dazu wurde in der hauseigenen Lagerhalle ein Filmstudio mit großer 10 x 5 Meter LED-Rückwand gebaut. Das Studio eignete sich nicht nur für Filmdrehs, sondern auch für Streamings. So konnte das Unternehmen für seine Stammkunden aus der Eventdienstleistung wie Audi oder BMW verschiedene Medienproduktionen – zunächst mit gemieteter Kameratechnik – umsetzen. Aufgrund des Erfolgs sollte die Medienproduktion in eine größere Halle mit größerem Studio verlegt und mit besserer und eigener Kameratechnik durchgeführt werden.

Holger Harmsen, Vorstandsvorsitzender LeasAG Leasing Aktiengesellschaft

Durch eine Leasing-Lösung konnten wir unserem Kunden die benötigte Kameratechnik nebst Videoproduktionszubehör mit einem Anschaffungswert von 150.000 Euro finanzieren, die die bis dahin angemietete Technik ersetzt,

erläutert Holger Harmsen, Vorstandsvorsitzender LeasAG Leasing Aktiengesellschaft in Düsseldorf.

Die Geschäftsführung konnte so – trotz der aktuellen Pandemiesituation und der damit verbundenen wirtschaftlichen Veränderungen – langfristig ihr Geschäftsfeld von der Eventdienstleistung zur Medienproduktion verlagern. Gleichzeitig konnte sie dem steigenden Trend im Bereich Medienproduktion – Imagefilm, Produktfilm, Social-Media-Content, Erklärfilm – Rechnung tragen. Die dank Leasing liquiditätsschonende Investition ermöglichte zugleich den Ausbau des Personalbereichs Medienproduktion mit qualifiziertem Personal.

Mit Pauken und Trompeten der Corona-Krise trotzen

Kreativ reagierte auch eine private Musikschule auf die Krise. Die Musikschule Way of Music aus Niederzissen im Landkreis Ahrweiler unterrichtet ihre Schülerinnen und Schüler in dem eigens dafür umgebauten „ersten Doppeldecker-Musikbus Deutschlands“. Finanziert wurde das Projekt mittels Leasing. Genauer gesagt mit einem innovativen Instrumenten-Leasing-Konzept der Hamburger FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG.

In der Corona-Zeit stieg die Nachfrage nach individuellem, mobilen Musikunterricht enorm. Mit dem Musikbus können drei Lehrer rund 150 Schülerinnen und Schülern pro Woche Unterricht an ihren Instrumenten geben – vom Schlagzeug über E-Gitarre bis hin zu Cello oder Trompete. Gerade unter Corona-Auflagen ein echter Vorteil: Es findet fast nur Einzelunterricht statt, alle Instrumente werden regelmäßig desinfiziert und der Bus reinigt die Luft, dank Klimaanlage.

Thomas Keiper, Inhaber und Geschäftsführer Musikschule "Way of Music"

Für die Anschaffung neuer, teurer Instrumente für den Musikbus fand Betreiber Thomas Keiper einen innovativen Weg: Instrumenten-Leasing. Banken hätten ihm für die Finanzierung der hochwertigen und hochpreisigen Instrumente, darunter E-Pianos und Geigen im Wert einer fünfstelligen Summe, nie einen Kredit gegeben, die Verhandlungen wären zu langwierig und bürokratisch gewesen. Bei der Suche nach Alternativen kam er schließlich auf Leasing. Die Vorteile überzeugten ihn.

Durch die Leasing-Finanzierung bleiben wir flexibel und können unter Berücksichtigung der Hygienerichtlinien weiterhin schnell und unkompliziert Musikunterricht überall dort geben, wo er nachgefragt wird.

Thomas Keipers Geschäft hat unter der Corona-Krise nicht gelitten: „Wir können sagen, dass wir mit Pauken und Trompeten der Krise getrotzt haben – im wahrsten Sinne!“

Udo F. Mann, Geschäftsführer der FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG.

Leasing schont die Liquidität, denn die Investitionssumme muss nicht sofort komplett bezahlt werden. Fällig werden monatlich nur die vereinbarten Leasing-Raten, die die Musikschule als Betriebskosten steuerlich absetzen kann. Und etwaige Zinsschwankungen haben keinerlei Einfluss auf die Zahlungsraten, die Investition ist somit für die gesamte Laufzeit gut kalkulierbar,

erklärt Udo F. Mann, Geschäftsführer der FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG.

Frische Luft im Bildungszentrum

Naturgemäß konnten nicht alle Schulen ihren Unterricht in Busse oder ins Freie verlagern. In den Klassenräumen hieß es daher: lüften, lüften, lüften. Dies stellte gerade im kalten Winter und im regnerischen Frühjahr eine Herausforderung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dar, die häufig in Daunenjacke, Mütze und Schal vor offenen Fenstern sitzen mussten.

Für die Anschaffung einer Lüftungsanlage fehlten den Schulen häufig die finanziellen Mittel. Dem Katholischen Bildungszentrum St. Kilian in Heilbronn, das Klassen aller Jahrgangsstufen, von der Grundschule über weiterführende Schulen bis zum Abiturjahrgang beheimatet, half die Steuerberatungskanzlei Steger Hagedorn und Partner GmbH. Zusammen mit IKG Industriekälte GmbH & Co. KG wurde eine dezentrale Lüftungsanlage QBox (Anti-Covid-Box) im Quellluftprinzip mit Wärmerückgewinnung zusammengestellt, die die speziellen Anforderungen an Klassenräume erfüllt.

Bei der Übergabe des Luftfiltersystems (v.l.): Daniel Kammerer, Katholisches Freies Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn, Torsten Zörner, Würth Leasing GmbH & Co. KG, Michael Hagedorn, Steger Hagedorn und Partner GmbH, Marc Hennen, Katholisches Freies Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn, und Marcus Eberhardt, IKG Industriekälte GmbH & Co. KG. | Foto: © artofpoggel Kristof Poggel

Wir haben das System zusammen mit der Würth Leasing finanziert und dem Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn zur Nutzung zur Verfügung gestellt – für uns ein Beitrag in dieser herausfordernden Zeit, um den Schülerinnen und Schülern ein Stück ‚neue Normalität‘ zurückzugeben,

erklärt Michael Hagedorn für Steger Hagedorn und Partner GmbH, der als Steuerberater die Eigenschaften aller Finanzierungsformen kennt.

Torsten Zörner, Vertrieb Würth Leasing GmbH & Co. KG, ergänzt:

Für die Würth Leasing ist dies ein besonderes Projekt und es freut uns sehr, dass Herr Hagedorn an uns als Finanzierungspartner gedacht hat und wir so gemeinsam eine passende Lösung finden konnten. Wir wünschen den Schülern und Lehrern im Bildungszentrum durch die Lüftungsanlage ein Stück neue Normalität. Vielleicht werden diese Art von Filtersystemen bald in unseren Bildungseinrichtungen Pflicht.

Schub für Digitalisierung der Unternehmen

Der notwendige Wechsel von einer analogen zu einer digitalen Welt wirkte in vielerlei Hinsicht wie ein Beschleuniger für den Wandel der Wirtschaft. Die Veränderung von Kommunikations-, Arbeits- und Produktionsprozessen hat zu Neubewertungen einer Reihe von internen Ressourcen und Prozessen geführt. Ob Remote Working, IT-Sicherheit oder E-Commerce – in Bezug auf digitale Tools haben Unternehmen eine steile Lernkurve durchlaufen. Kurz: Die Digitalisierung der Wirtschaft hat einen erheblichen Schub erhalten. Die Leasing-Wirtschaft konnte die Digitalisierung ihrer Kunden unterstützen, z. B. durch E-Commerce-Leasing beim Einrichten eines Webshops.

Onlinehandel mittels Webshop durch E-Commerce-Leasing

Schon früh hatte die Reinhold NOOR International GmbH & Co. KG, ein Unternehmen des Groß- und Einzelhandels mit Gartenzubehör, die Bedeutung digitaler Vertriebskanäle erkannt. Das Mannheimer Familienunternehmen begann als eines der ersten Unternehmen der grünen Branche den Wandel vom klassischen Großhändler zum digitalen Multichannel-Unternehmen.

Der Onlinehandel boomte – nicht zuletzt aufgrund der Pandemie. Mit den Umsätzen stiegen auch die Anforderungen an Webshop-Implementierungen, B2B-Schnittstellen, Datenbanken und somit die IT-Kosten. Die Kosten für einen Webshop mit B2B-Portal liegen schnell im sechsstelligen Bereich. Um das Niveau des Shops aufrecht zu halten, muss ständig modernisiert werden. Da die liquiden Mittel durch das steigende Wachstum in entsprechend höhere Einkaufsvolumen investiert wurde, setzte die Firma NOOR auf Leasing: eine Leasing-Finanzierung für den neuen Webshop und dessen Anbindung an das Warenwirtschaftssystem (ERP) des Unternehmens.

Abhollager in Mannheim der Reinhold Noor International GmbH & Co. KG
Till Noor-Herbert, geschäftsführender Gesellschafter Reinhold NOOR International GmbH & Co.KG

Mit der Leasing-Finanzierung fallen überschaubare Raten anstelle des Abflusses des gesamten Kaufpreises an. Diese Investitionsform erbringt ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg bereits in der ersten Saison. Leasing-Finanzierungen haben zudem den Vorteil, dass sich Aufwände für Programmierungen und Anpassungen der Software an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens mit in die Finanzierung integrieren lassen. Das funktioniert nur bei wenigen Anbietern. Wir setzen seit langer Zeit auf abcfinance als Leasing-Partner,

erläutert Till Noor-Herbert, geschäftsführender Gesellschafter Reinhold NOOR International GmbH & Co.KG.

Thorsten Becht, Mittelstandsberater bei abcfinance advise GmbH

Dass Software per Leasing finanziert werden kann, ist nicht vielen bekannt. Dabei eignet sich Leasing für solche Projekte sehr gut. Die Ratenzahlungen sind an den Projektverlauf anpassbar und es können auch mehrere unterschiedliche Lieferanten in einem Vertrag zusammengefasst werden,

beschreibt Thorsten Becht, Mittelstandsberater bei abcfinance advise GmbH das Projekt.

E-Commerce-Leasing bietet sich auch für Unternehmen an, die schnell und unkompliziert starten wollen. Leasing ermöglicht ihnen nicht nur die Investition in Hard- und Software, auch Beratungsleistungen und die Umsetzung des Webshops lassen sich so finanzieren. Nach dem Pay-as-you-earn-Prinzip können die Ratenhöhen unterschiedlich gestaltet werden, z. B. in der Einrichtungsphase geringer als nach dem Online-Start. Zudem ermöglicht Leasing eine bessere Kostenplanung, insbesondere wenn noch ergänzende Serviceangebote wie technischer Support in Anspruch genommen werden.

Picnic – der moderne Milchmann

Während der Pandemie schränkten viele Menschen ihre Kontakte stark ein, volle Supermärkte wurden gemieden. Der Online-Handel boomte. Den Einkauf per App in wenigen Minuten erledigen, Frisches und Regionales bestellen, das umweltfreundlich im E-Transporter bis vor die Haustür geliefert wird – in vielen Regionen Deutschlands gehört dieses Einkaufserlebnis bereits zum Alltag.

Ein Anbieter eines solchen Services ist der Online-Supermarkt Picnic. Die Idee basiert auf einem modernen Milchmannsystem. 2015 hatten vier Unternehmer die Vision, eine kostengünstigere und nachhaltigere Art der Lebensmittellieferung zu erschaffen. Sie gründeten den Online-Supermarkt und nutzten dazu eine intelligente App, umweltfreundliche Fulfillment-Zentren und saubere elektrische Lieferfahrzeuge.

E-Transporter des Online-Supermarkts Picnic
Marco Wagner, Vice President New Business Development DLL

Als im März 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, stiegen die Anmeldungen auf das Fünf- bis Zehnfache. In der rasanten Wachstumsphase hat DLL De Lage Landen Leasing GmbH geholfen, Barmittel aus dem bestehenden Fuhrpark freizusetzen, um die Wachstumsstrategie von Picnic zu finanzieren und zusätzliche Finanzmittel für neue Fahrzeuge bereitzustellen. So konnte die steigende Nachfrage befriedigt werden. Mit den fast 350 von DLL finanzierten Fahrzeugen ist Picnic heute in der Lage, jede Woche buchstäblich Millionen Produkte an seine Kunden zu liefern.

Marco Wagner, Vice President New Business Development DLL:

Wir sehen ein großes Potenzial in Picnics nachhaltigen Lösungen für die Lieferung von Lebensmitteln. Zwischen uns hat es sofort ‚Klick‘ gemacht, weil unser Fokus auf nachhaltigen Geschäftsmodellen liegt, die Profitabilität mit ökologischem und sozialem Nutzen verbinden.

Thomas Zelders, Corporate Development Picnic GmbH, schätzt die Zusammenarbeit:

DLL glaubt wirklich an Picnic. Sie haben sich viel Mühe gegeben, unser Geschäftsmodell und die Dynamik unseres Marktes zu verstehen. Sie haben uns eine Finanzierung zur Verfügung gestellt, die wirklich zu unseren Geschäftsbedürfnissen passt und haben direkt mit unseren Lieferanten Kontakt aufgenommen. DLL hat uns bei jedem Schritt unterstützt, um den Prozess so schlank und schnell wie möglich zu gestalten. Es war eine enorme Hilfe, dass wir das Wachstum unserer Flotte mit DLL finanzieren konnten.

Jens Mensing, Senior Key Account & Fleet Solutions Manager bei DLL

Bei der Partnerschaft war nicht zuletzt die Expertise der Leasing-Gesellschaft entscheidend, wie Jens Mensing, DLL Senior Key Account & Fleet Solutions Manager, Deutschland, ergänzt:

Der Umfang dieses Projekts war einzigartig. Wir haben viel Zeit damit verbracht, die Elektrofahrzeuge zu verstehen, die noch keine Standard-Assets sind. Picnic baut seinen Fuhrpark sehr schnell aus, und es war eine Herausforderung, alle Themen zu sortieren; die Leasing-Strukturen und -Dokumente, die Rechnungsstellung und die Prozesse für die Lieferung der Geräte. Es hat ein paar Monate gedauert, aber wir waren in der Lage, die Finanzierung bereitzustellen, die sie brauchten, als es wirklich einen Unterschied machte.

Ride-Hailing statt überfüllter Busse – Leasing ermöglicht Pilotprojekt

Nicht nur das Einkaufverhalten hat sich während der Pandemie verändert. Auch die Mobilität und die damit verbundene Fahrzeugwahl. Nach einer repräsentativen Studie des DLR-Verkehrsinstituts hat der öffentliche Verkehr an Boden verloren, während die Bedeutung individueller Transportmittel, insbesondere des privaten Pkw, gestiegen ist.

Wer ohne eigenes Auto war, nutzte als Alternative zu vollen Bussen sogenannte Ride-Hailing-Services. Ein solcher Fahrservice etablierte sich auch in Münster. LOOPmünster ist ein neuer Teil des Nahverkehrs mit Kleinbussen. Die Fahrzeuge fahren ohne festen Fahrplan und Linienweg auf Bestellung, zum Beispiel als Zubringer zum Bus oder Zug. Dabei werden Fahrten unterschiedlicher Fahrgäste zusammengelegt, sodass Pkw-Fahrten eingespart werden. Die hierfür genutzten TX Shuttle des Herstellers LEVC ermöglichen eine rein elektrische Reichweite von 101 Kilometern und eine flexible Gesamtreichweite von 510 Kilometern bei sehr niedrigen CO2-Emissionen.

LOOP Ride-Hailing-Service
Phil Rose, Projektleiter LOOPmünster

LOOPmünster ist fast ausschließlich mit Ökostrom unterwegs, nur in Ausnahmefällen unterstützt der Benzinmotor (Range-Extender). Mehrere Ladestationen im Betriebsgebiet bieten außerdem privaten E-Mobilisten eine Steckdose und Energie. LOOPmünster ist zunächst als Pilotprojekt angelegt und konnte mittels Leasing realisiert werden.

Phil Rose, Projektleiter LOOPmünster:

Wir gehen ganz neue Wege und machen den Nahverkehr flexibler für unsere Fahrgäste. Das Pilotprojekt ist allerdings auf drei Jahre befristet. Leasing bietet uns daher die notwendige Flexibilität, wenn die Entscheidung ansteht, ob LOOPmünster fortgeführt wird – was wir alle hoffen – oder sich nicht etablieren konnte.

Investiert wurde in elektrisch angetriebene London-Taxis im Wert von rund 900.000 Euro. Thomas Zinycz, Firmenkundenberater FM LeasingPartner GmbH:

Mit unserem speziell auf die Anforderungen der Stadtwerke Münster zugeschnittenen Leasing-Modell konnten wir in Zusammenarbeit mit dem Hersteller LEVC die Bedürfnisse des Kunden perfekt abdecken – sowohl was die erforderliche Flexibilität während der Vertragslaufzeit als auch die Sicherheit nach Projektende betrifft. Damit haben wir einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung des Nahverkehrs in Münster geleistet und zur Verringerung des Verkehrs und somit des CO2-Ausstoßes beitragen können. Wir freuen uns, wenn das Projekt ‚LOOPmünster‘ zu einem großen Erfolg wird und viele Nachahmer im kommunalen Bereich findet.

Elektromobilität boomt

Nachhaltige Mobilitätskonzepte und alternative Antriebe haben während der Corona-Krise in Deutschland enorm Fahrt aufgenommen. Deutschland hat sich im Vergleich der sieben großen Automobilnationen im Bereich Elektromobilität um einen Rang verbessert und liegt nun auf Platz 2 hinter China. In der Kategorie Markt klettert Deutschland von Rang 5 auf den Spitzenplatz. Verantwortlich hierfür ist ein Anstieg der Verkaufszahlen von E-Autos um über 250 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt der Index Elektromobilität, den die Unternehmensberatung Roland Berger und die fka GmbH Aachen durchgeführt haben. Leasing hat am Boom der Elektromobilität einen starken Anteil, befördert diese geradezu, z. B. beim Zeppelin-Konzern, einem international tätigen Handels-, Engineering- und Dienstleistungskonzern.

Leasing ebnet Weg zum CO2-neutralem Unternehmen

Zeppelin bietet Produkte in den Bereichen Vertrieb und Service von Baumaschinen, Vermietung, Antriebs- und Energiesysteme sowie Engineering und Anlagenbau an. Nachhaltigkeit spielt im unternehmerischen Handeln des Unternehmens traditionell eine besondere Rolle. Um seinen Beitrag zu leisten, hat sich das Unternehmen das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-neutral zu werden. Die Herausforderung: Der eigene Fuhrpark stellte sich als einer der größten CO2-Emittenten heraus. Mit der Unterstützung der Arval Deutschland GmbH hat Zeppelin die Elektrifizierung der Dienstwagenflotte begonnen. Gestartet wurde das Projekt Anfang Dezember 2020 mit intensiven Beratungsgesprächen und in den folgenden vier Wochen fristgerecht umgesetzt. Alternativ zum bisherigen Angebot können Zeppelin-Mitarbeiter seit Februar 2021 elektrifizierte Fahrzeuge nutzen. Damit ist der Konzern seinem Ziel einen großen Schritt nähergekommen: Etwa ein Drittel der Pkw-Neubestellungen ist bereits elektrifiziert – Tendenz steigend.

Jens Kunze, Leiter Zentraleinkauf/Fuhrpark/Travel Management bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH

Für Zeppelin standen bei der Umsetzung des Projektes vor allem die digitale Abwicklung sowie schlanke Prozesse im Vordergrund. Dazu gehört auch das Thema digitales Fuhrparkmanagement, das im Rahmen des Projekts umgesetzt wurde. Dem Unternehmen ist es mit Unterstützung von Arval Deutschland nicht nur gelungen, innerhalb des anvisierten Zeitraums die Car Policy zu erweitern. Zudem wurde auch ein Konzept für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur mit 400 Ladesäulen an 250 Standorten entwickelt.

Die Realisierung erfolgt nach und nach und bezieht sich sowohl auf Unternehmensstandorte als auch auf die Wohnorte der Mitarbeitenden. Zusätzlich wurden hybride Tank- und Ladekarten eingeführt. Hierzu waren eine Reihe von Anbietern in den Entscheidungsprozess involviert, um die für Zeppelin bestmögliche Lösung zu finden. 

Mit Arval haben wir einen leistungsfähigen Leasing-Partner im Fuhrpark-Bereich, der uns bei anspruchsvollen Projekten wie der Einführung von E-Mobilität oder der Digitalisierung des Fuhrparkmanagements tatkräftig unterstützt,

beschreibt Jens Kunze, Leiter Zentraleinkauf/Fuhrpark/Travel Management bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH, die Zusammenarbeit.

Christian Schüßler, Commercial Director bei Arval Deutschland GmbH

Dank intensivem Austausch, maßgeschneiderten Konzepten und der Einbindung mehrerer Fachabteilungen auf beiden Seiten konnten wir in weniger als zwei Monaten eine funktionierende Umsetzung realisieren. Die uns allen gemeinsame Begeisterung für das Projekt hat natürlich auch geholfen,

freut sich Christian Schüßler, Commercial Director bei Arval Deutschland GmbH.

Muskelkraft statt Pferdestärke: Dienstradleasing

Neben dem Dienstwagen mit elektrischem Antrieb boomt auch das Dienstrad, vor allem das Dienstradleasing. 2020 sind nach Schätzungen des Bundesverbandes Zukunft Fahrrad (BVZF) weit über 350.000 Diensträder im Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro angeschafft worden, was etwa einem Viertel des Umsatzes des Handels entspricht. Grundsätzlich kommen alle Fahrräder für ein Dienstradleasing in Betracht, den Löwenanteil stellen jedoch E-Bikes.

Die Begeisterung fürs Dienstrad hat Beschäftigte von Unternehmen aus allen Branchen erfasst und macht auch vor dem Automobilhandel nicht halt: So sind die Mercedes-Benz-Vertretung Emil Frey Kassel/Göttingen GmbH und Emil Frey Mainfranken GmbH im Juni 2020 ins Dienstradleasing eingestiegen. Im April 2021 hatten bereits 46 Mitarbeiter, also rund 15 Prozent der Mitarbeiter, ein E-Bike per Gehaltsumwandlung bezogen. Der Mittelwert eines elektrischen Rads liegt bei rund 3.500 Euro. Der Leasing-Partner ist die MLF Mercator-Leasing GmbH & Co. Finanz-KG.

Detlef Barthelmes, Geschäftsführer Emil Frey Kassel/Göttingen GmbH und Emil Frey Mainfranken GmbH

Mit dem Dienstfahrrad-Projekt will die Mercedes-Benz-Vertretung die betriebliche Gesundheitsförderung, Mitarbeitermotivation, Nachhaltigkeit und umweltgerechtes Verhalten aktiv unterstützen. Die Vorteile des Leasing liegen für Detlef Barthelmes, Geschäftsführer Emil Frey Kassel/Göttingen GmbH und Emil Frey Mainfranken GmbH, klar auf der Hand:

Das Angebot des Dienstradleasing per Gehaltsumwandlung stellt für uns einen Benefit der besonderen Art dar. Über das Leasing können unsere Mitarbeiter einerseits im Vergleich zum Kauf des Fahrrads im Fachhandel, bis zu 40 Prozent sparen. Andererseits stellt dies einen großen Motivationsfaktor dar, von dem beide Seiten profitieren.

v. l. n. r. Matthias Schneider und Dr. Norman Hoppen, Geschäftsführer der MLF Mercator Leasing

Matthias Schneider, Geschäftsführer der MLF Mercator Leasing GmbH, führt aus:

Vom Dienstrad-Modell profitieren Unternehmen aller Größen und ihre Mitarbeiter, aber auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende. Wir arbeiten in diesem Bereich mit kompetenten Dienstleistern zusammen, die das Modell beim Arbeitgeber vorstellen und einführen. Das gesamte Handling – von der Vertragsabwicklung über die Finanzierung bis hin zur Versicherungslösung – übernimmt Mercator-Leasing.

Sein Geschäftsführungspartner Dr. Norman Hoppen ergänzt: „Das Dienstradleasing ist für alle Beteiligten in den vergangenen Jahren immer attraktiver geworden und so ist der Markt in Deutschland extrem gewachsen. Ein Ende scheint nicht in Sicht, denn die Branche erwartet ein weiteres signifikantes Wachstum für die nächsten Jahre. Grüne Mobilität entspricht mittlerweile absolut dem Zeitgeist der Gesellschaft und stellt daher keine Nische mehr dar. Unsere Partner kümmern sich hervorragend um die leidenschaftlichen Fahrradfahrer, wir kümmern uns um alle Aspekte der Finanzierung."

Gut aufgerollt: Hightech-Maschine für Toilettenpapier finanziert

Ebenso erfolgreich läuft das Geschäft mit „Tissue“-Produkten wie Toilettenpapier und Küchenrollen. Auch hier bekam die Branche einen regelrechten Schub durch die Corona-Krise. Die Auftragsbücher sind überproportional gefüllt und die Industrie hat Investitionsbedarf. So auch ein Kunde der Körber AG, einem international führenden Technologiekonzern, der mit seinem Geschäftsfeld Tissue seine Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg unterstützt – von gerolltem bis zu gefaltetem Hygienepapier, von der Verarbeitung bis zur Verpackung.

Modell Verpackungsanlage für Hygienepapierrollen, Quelle: Körber
Markus Fröhlich, Chief Financial Officer des Geschäftsfelds Tissue bei Körber

Das junge Unternehmen aus den USA beabsichtigte, seine Produktion zu verdoppeln, um der hohen Nachfrage nicht nur in Pandemie-Zeiten gerecht zu werden. Dafür wollte es eine zweite Verarbeitungs- („Tissue-Converting“) und Verpackungsanlage für Hygienepapierrollen vom Körber Geschäftsfeld Tissue erwerben.

Unser Kunde, ein relativ junges Unternehmen, hat einen Großteil seines Maschinenparks schon über uns gemeinsam mit der Deutschen Leasing finanziert,

erklärt Markus Fröhlich, Chief Financial Officer des Körber Geschäftsfelds Tissue. Dies ist die zweite Maschine dieser Art in relativ kurzer Zeit, da die Nachfrage für Tissue-Produkte ungebrochen ist und der Kunde weiterwachsen möchte.

 

 

Kevin Heinrichs, Global Vendor Manager bei der Deutschen Leasing AG

Als junges Unternehmen war es für Körbers Kunden schwierig, eine klassische Finanzierung bei einer Bank zu finden. Als Deutsche Leasing können wir komplizierte Finanzierungsstrukturen abbilden und mit unserer Asset-Kompetenz den Markt und das Potenzial gut einschätzen, um auch individuelle Anlagen zu finanzieren,

erklärt Kevin Heinrichs, Global Vendor Manager bei der Deutschen Leasing AG.

Die Anschaffung der Maschine im Wert von über 6 Millionen Euro bahnte sich im Januar 2020 an. Als dann die Corona-Pandemie ausbrach, mussten aufgrund dieser außergewöhnlichen Situation die Risiken und Parameter für das Geschäft neu bewertet werden. Das eingespielte Team der Deutsche Leasing USA und die Körber-Teams in den USA vor Ort erfassten die Situation schnell und entschieden sich für Leasing.

Körber erhofft sich mit dieser Partnerschaft noch weiteres Marktpotenzial: „Der Tissue-Markt ist nicht nur durch den kurzfristigen Boom relativ krisensicher. Wir sehen dort im Moment viel Investitionsbedarf bei unseren Kunden und möchten dieses Potenzial gerne heben“, so Fröhlich. „Für viele unserer Kunden ist es eine große Herausforderung, eine passende Projektfinanzierung zu erhalten. Gemeinsam mit der Deutschen Leasing können wir unseren Kunden eine Gesamtlösung bieten und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen“.

Strategische Partnerschaft für die Gesundheit

Ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit in der Absatzfinanzierung stammt aus der Gesundheitsbranche. Getinge zählt zu den weltweit führenden Anbietern in der Gesundheitsversorgung und ist davon überzeugt, dass jede Person und Gesellschaft Zugang zur bestmöglichen Versorgung haben sollte. Daher bietet Getinge Krankenhäusern, ambulanten Operationszentren und Life-Science-Einrichtungen Lösungen, die zur Verbesserung klinischer Ergebnisse und zur Optimierung von Arbeitsabläufen beitragen sollen. Dies umfasst Produkte und Lösungen für die Intensivmedizin, kardiovaskuläre Eingriffe, Operationssäle, Sterilgutaufbereitung, die pharmazeutische Produktion und Forschungslabore.

Abbildung eines Cardiohelp Systems von Getinge für den Extracorporeal Life Support (ECLS)
Raimund Helwer, Financial Solutions Consultant bei Getinge

Raimund Helwer, Financial Solutions Consultant bei Getinge, erklärt die Zusammenarbeit:

Die dynamische Entwicklung unseres Gesundheitswesens erhöht stetig den Kostendruck, bei zeitgleich steigenden Qualitätsansprüchen. Wir bei Getinge sind der Meinung, dass Finanzierungslösungen ein starkes Instrument sind, um modernste Medizintechnik mit erstklassigen Dienstleistungen und flexiblen Zahlungsmodellen zu kombinieren. Durch eine strategische Partnerschaft mit der BNP Paribas Leasing Solutions möchten wir den hohen Ansprüchen im Gesundheitswesen begegnen und unseren Kunden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen, um sie bei einer optimalen medizinischen und effizienten Patientenversorgung zu unterstützen.

Dirk Hermann, Vertriebsleiter Medizintechnik bei BNP Paribas Leasing Solutions

Die Covid19-Pandemie hat eindrücklich verdeutlicht, welchen Stellenwert ein modernes und gut ausgerüstetes Gesundheitswesen für die Gesellschaft hat,

führt Dirk Hermann, Vertriebsleiter Medizintechnik bei BNP Paribas Leasing Solutions, aus.

Gemeinsam mit unserem Partner Getinge entwickeln wir Finanzierungskonzepte von klassischen Leasing-Verträgen bis hin zu Nutzungsverträgen, die genau auf den Bedarf von Praxen und Kliniken zugeschnitten sind und die notwendige Investitionen wie beispielsweise in OP-Tische, Sterilisatoren oder auch Beatmungstechnik ermöglichen.

Die Endnutzer haben dabei neben einer monatlichen Zahlungsweise inklusive Dienstleistungen auch eine Austausch- und Erweiterungsoption, um so stets auf veränderte Bedingung reagieren zu können. „Für eine bestmögliche Unterstützung unseres Geschäftspartners ist es uns wichtig, eng verzahnt zu arbeiten und uns an die vertrieblichen Prozesse von Getinge anzupassen."

3-D-Laserdruck für Dentalprodukte

Die Vorteile des Leasing im Gesundheitsbereich weiß auch die Promodent Group zu schätzen. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Madrid bietet Lösungen und Dienstleistungen im Bereich der Zahnmedizin an. Mit neuesten 3-D-Druckverfahren werden Dentalprodukte hergestellt. Um im spanischen und internationalen Markt expandieren zu können, musste Promedent Cad-Cam die Produktionskapazitäten erhöhen. Daher investierte das Unternehmen in elf TruPrint 3-D-Laserdrucker, davon zwei mit „Multiplate“-Technologie, wodurch Fertigungs- und Lieferzeiten verkürzt werden konnten. Realisiert wurden diese Investitionen mittels Leasing.

Pedro Peñalver Olvera, Geschäfsführer Promedent Cad-Cam

Pedro Peñalver Olvera, Geschäfsführer Promedent Cad-Cam:

Von allen möglichen Optionen haben wir uns für Leasing entschieden, da es aus unserer Sicht die geeignetste Art und Weise ist, unsere Bedürfnisse und Möglichkeiten abzudecken. Die gute Beratungsqualität des TRUMPF-Vertriebs im Bereich Additive Manufacturing einerseits und andererseits hinsichtlich der Finanzierung durch TRUMPF Financial Services bietet uns die vertrauensvolle Basis, die notwendigen Investitionen in das exponentielle Wachstum unserer Unternehmensgruppe zu tätigen.

Joachim Dörr, Geschäftsführer TRUMPF Financial Services GmbH

Joachim Dörr, Geschäftsführer TRUMPF Financial Services GmbH, ergänzt:

Wir erleben gerade in diesen Zeiten wie die Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und die Ambiguität unser Leben und Denken bestimmen. Dies sehen wir im privaten Bereich und im Beruf. Wir sind davon überzeugt, dass die Bedeutung flexibler Finanzierungsformen – ob Operate Lease, Pay-per-Use, oder nur einfache Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen – in Zukunft stark zunehmen werden. Als herstellereigene Absatzfinanzierer sehen wir uns für diese Herausforderungen sehr gut aufgestellt.

FFP2-Schutzmasken „Made in Germany, Made by Mittelstand“

Während der Corona-Pandemie neu in die Gesundheitsbranche eingestiegen ist die Schneider Technologies GmbH & Co. KG. Das Unternehmen aus dem südwestfälischen Lennestadt bietet seit mehr als 20 Jahren innovative industrielle Maschinenbaulösungen an. Als Anfang 2020 die erste Welle der Corona-Pandemie Deutschland erreichte, war die dringend benötigte Schutzkleidung innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Für Schneider Technologies der Anstoß, sich sofort mit der Entwicklung einer eigenen partikelfiltrierenden Atemschutzmaske nach dem FFP2-Standard und der dafür benötigten Produktionstechnik zu beschäftigen.

Die Pandemie hat gezeigt, wie instabil globale Lieferketten im Krisenfall sind. Deshalb setzt Schneider Technologies bei der Produktion der FFP2-Schutzmasken ausschließlich auf Materialien aus Deutschland. Auch die einzelnen Komponenten der neuen Produktionsanlage sind „Made in Germany“. Für den Einkauf der Siemens-Komponenten, z. B. Antriebstechnik, Steuerung, Motoren, nutzte das Unternehmen die Finanzierungskompetenz von Siemens Financial Services.

Stephan Schneider, Geschäftsführer Schneider Technologies GmbH & Co. KG

Stephan Schneider, Geschäftsführer Schneider Technologies GmbH & Co. KG:

Wir wollen das Fundament für eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit FFP2-Masken schaffen – und setzen deshalb ganz bewusst auf ausschließlich deutsche Komponenten. Dadurch mussten wir nicht nur neue Entwicklungs- und Vertriebswege, sondern auch ein alternatives Finanzierungskonzept finden. Dank der Wareneinkaufsfinanzierung von Siemens Financial Services konnten wir die neue Produktionsanlage zügig an den Start bringen, ohne uns durch Liquiditätsengpässe ausbremsen zu lassen.

Kai-Otto Landwehr, Vorsitzender der Geschäftsführung Siemens Finance & Leasing GmbH

Kai-Otto Landwehr, Vorsitzender der Geschäftsführung Siemens Finance & Leasing GmbH:

Von der vollautomatischen Produktionsanlage zur Herstellung von Schutzmasken profitieren alle: Einerseits konnten dadurch neue Arbeitsplätze im Unternehmen geschaffen werden, andererseits kann Schneider Technologies die Anlage künftig auch anderen Unternehmen verkaufen. Am meisten profitiert haben aber der Schutz und die Gesundheit der Bevölkerung, denn nur durch engagierte und schnell handelnde Unternehmer wie Stephan Schneider kann die Pandemie besiegt werden – und wir freuen uns, dass wir dies unterstützen können.

Sale-and-lease-back zur Liquiditätsbeschaffung

In Krisen steckt die sprichwörtliche Chance, und mit den richtigen Partnern kann ein Neuanfang gelingen. So rettete Sale-and-lease-back (SLB) mit Unterstützung durch die Bürgschaftsbank Brandenburg ein Zinkdruckgussunternehmen aus Premnitz in Brandenburg aus der Insolvenz. Das 1991 gegründete Unternehmen, das in der Vergangenheit bereits mehrere Auszeichnungen für Innovationen im Mittelstand erhalten hatte, hatte sich u. a. an der Investition in eine Produktionshalle verhoben und musste trotz guter Auftragslage Insolvenz anmelden. Der Betrieb ist spezialisiert auf Präzisionsdruckguss, Dünnwandguss und Oberflächenbearbeitung von Zinkteilen u. a. für die Elektro-, Automobil-, Möbel- sowie Schloss- und Beschlagindustrie.

Die Unternehmerin Dana Minor, eine ehemalige leitende Angestellte des Zinkdruckgussbetriebs, kaufte den Geschäftsbetrieb im August 2020 und führte die fast 100 Beschäftigten, Maschinenpark und laufendes Geschäft in eine neu gegründete GmbH über: die HZD – Druckguss Havelland GmbH. Gelungen ist ihr dies mit einem strukturierten Finanzierungskonzept aus Eigenmitteln, Bankfinanzierung, Bürgschaft und nicht zuletzt dank Sale-and-lease-back für den Maschinenpark mit über 20 Gießmaschinen.

Mit SLB lässt sich nicht nur im maschinellen Anlagevermögen gebundene Liquidität generieren – über die Hebung stiller Reserven kann zudem eine Stärkung des Eigenkapitals und eine Verbesserung der Eigenkapitalquote erreicht werden. Die Nord Leasing GmbH, spezialisiert auf SLB-Lösungen, ließ ein Wertgutachten erstellen. Danach kaufte sie die Maschinen zu einem sechsstelligen Preis und verleaste die Maschinen anschließend an die HZD zurück. Die Bürgschaftsbank Brandenburg bürgte für die Betriebsmittelfinanzierung. Ein Vorteil für den Betrieb: Nicht eine Stunde mussten die Maschinen stillstehen.

Dana Minor, geschäftsführende Gesellschafterin HZD

Dana Minor, geschäftsführende Gesellschafterin HZD:

Das Sale-and-lease-back-Modell der Nord Leasing ist eine gute Finanzierungslösung für die Maschinen, weil wir hier Liquidität sparen, ohne Einschränkungen im operativen Geschäft hinnehmen zu müssen. Nur so war es möglich, den gesamten Maschinenpark zu übernehmen. Die monatlichen Raten durch das Zurückleasen sind gut zu stemmen und ermöglichen es uns, die Maschinen aus unseren eigenen Umsätzen zu bezahlen.

Thomas Vinnen, geschäftsführender Gesellschafter der Nord Leasing GmbH

Thomas Vinnen, Geschäftsführer der Nord Leasing GmbH:

Als bankenunabhängiger Finanzdienstleister sind wir der führende Anbieter von Sale-and-lease-back-Lösungen für gebrauchtes maschinelles Anlagevermögen des deutschen Mittelstandes. Unser Finanzierungsprodukt lässt sich sehr gut in Restrukturierungs- und Insolvenzszenarien wie Insolvenzplänen, Asset Deals, bei Eigenverwaltung und bei Schutzschirmverfahren einbinden. Gerade in den Krisenzeiten konnten wir verstärkt Kunden mit diesem Leasing-Modell unterstützen und ihnen Liquidität verschaffen.

Sale-and-lease-back

Die Vorteile von Sale-and-lease-back haben viele Unternehmen gerade während der Corona-Krise erkannt. Im Zuge der Corona-Krise haben sich viele Unternehmen verschuldet und können oder wollen keinen zusätzlichen Kredit aufnehmen. Mit SLB erzielt der Leasing-Kunde einen Liquiditätszufluss. Das verbessert die Bilanzkennzahlen und optimiert seine Bilanzstruktur. Gleichzeitig kann er die Maschinen ohne Unterbrechung seines Betriebs weiternutzen. Durch das zusätzliche Kapital stärkt das Unternehmen seine Eigenkapitalquote, wodurch sich auch seine Kreditwürdigkeit verbessern kann. Die Leasing-Raten sind gut planbare Kosten und werden steuerlich berücksichtigt. Die Vorteile haben viele Unternehmen gesehen, entsprechend stiegen 2020 SLB-Verträge um rund 8 Prozent. 

Die Leasing-Branche hat auf vielfältige Weise gezeigt, wie sie den Mittelstand dabei unterstützen kann, aus der Krise aufzubrechen und als Investitionsmotor den Aufschwung der Wirtschaft zu unterstützen. Das schafft und erhält nicht zuletzt auch Arbeitsplätze.