Leasing und Handwerk – zwei starke Partner
Handwerk investiert. Leasing macht es möglich.
Mit mehr als einer Million Betrieben, 5,6 Millionen Beschäftigten und 771 Milliarden Euro Umsatz zählt das Handwerk zu den tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft – doch es steht unter Druck: Bankkonditionen werden strenger, Eigenkapital ist knapp (jeder dritte Betrieb hat eine Eigenkapitalquote unter zehn Prozent), während Investitionen in Elektromobilität, Digitalisierung und Energieeffizienz teuer bleiben. Das Handwerk investiert, wenn es kann, und genau hier kann Leasing eine Lücke schließen. Welche politischen Rahmenbedingungen dafür noch fehlen und warum das Potenzial auf beiden Seiten noch nicht ausgeschöpft ist, beschreiben Präsident Kai Ostermann und Hauptgeschäftsführerin Dr. Claudia Conen im Editorial.
Leasing ist ein echter Investitionstreiber im Mittelstand. Es schont die Bilanz und erhält die Liquidität im Betrieb. Es gibt Spielraum – gerade kleinen und mittleren Betrieben.
hat die deutsche Leasing-Wirtschaft 2025 an Investitionen für ihre Kunden realisiert, nominal 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftlichen Investitionen lagen im gleichen Zeitraum laut IW Köln rund elf Prozent unter dem Niveau von 2019.
aller Ausrüstungsinvestitionen in Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen wurden 2025 über Leasing finanziert. Damit erreicht die Mobilien-Leasingquote ihr Rekordhoch.
der über zwei Millionen Leasing-Verträge pro Jahr werden mit mittelständischen Kunden abgeschlossen.
Quelle: BDL/IW Köln, Mai 2026
Leasing-Potenzial
Die ZDH-Sonderumfrage „Finanzierung und Nachhaltigkeit im Handwerk“ aus dem Herbst 2025 zeigt: 18 Prozent der extern finanzierenden Handwerksbetriebe nutzen Leasing. Bei Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steigt dieser Anteil auf bis zu 30 Prozent. Das Potenzial ist auf beiden Seiten noch nicht ausgeschöpft.
Gleichzeitig wird der Finanzierungsspielraum enger. Jeder dritte Handwerksbetrieb hat laut Creditreform eine Eigenkapitalquote unter zehn Prozent. Bankkonditionen werden strenger. Wer trotzdem investiert, braucht Alternativen.
Leasing bietet eine: mit Fokus auf das Wirtschaftsgut. Dazu kommen planbare Raten, Schonung der Liquidität, Reduzierung der Investitionsrisiken bei innovativen Technologien und Serviceleistungen wie Wartung und Schadensmanagement. Leasing-Gesellschaften bieten neben Leasing auch Mietkauf an.
So investieren Handwerk und Mittelstand
Insgesamt acht Beispiele aus Handwerk und Mittelstand zeigen, wie Unternehmen mittels Leasing und Mietkauf Investitionen finanzieren – von der Füllmaschine über Drucksysteme bis zur Photovoltaikanlage auf dem Brauereidach.
30 Prozent der Industrie mit Verteidigungsbezug
30 Prozent der deutschen Industrie sieht laut DIHK-Konjunkturumfrage 2026 Bezüge zur Verteidigungswirtschaft. Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektrotechnik: Das ist Kerngeschäft der Leasing-Wirtschaft. Seit der russischen Invasion 2022 wächst der Investitionsdruck auf Unternehmen, Zulieferer und Behörden erheblich.
Leasing kann hier schneller helfen als klassische Beschaffung. Reservekapazitäten für kritische Produktionsprozesse, Kapazitätsaufbau bei Rüstungszulieferern, Ausstattung von Behörden mit Sicherheitsaufgaben: planbare Raten statt hoher Anfangsauszahlungen, integrierte Wartung, strukturierter Austausch am Laufzeitende.
"Leasing ist Geschwindigkeit. Und Geschwindigkeit ist in der Verteidigung entscheidend.", sagt Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des BDL
Young Professionals aus 14 Gesellschaften
Wer eine Karriere in der Finanzbranche plant, denkt selten zuerst an Leasing. Young Professionals aus 14 Leasing-Gesellschaften beschreiben im Report, warum sie die Branche anderen vorgezogen haben.
Gut zu wissen
Wie hoch ist die Leasing-Quote in Deutschland?
Die Mobilien-Leasingquote lag 2025 bei 26,6 Prozent (2024: 26,0 Prozent). Insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten greifen Unternehmen häufiger zu Leasing. Mehr als ein Viertel der gesamtwirtschaftlichen Investitionen in Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen in Deutschland wird inzwischen über Leasing finanziert. Das Neugeschäftsvolumen der Branche betrug 83,12 Milliarden Euro, ein nominales Plus von 3,2 Prozent gegenüber 2024, während die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen sanken. (Quelle: BDL/IW Köln, Mai 2026)
Warum nutzen Handwerksbetriebe Leasing?
Leasing-Gesellschaften beurteilen Finanzierungsanfragen stärker anhand des Wirtschaftsguts. Das ist gerade für kleine und mittlere Betriebe interessant, denen klassische Bankkredite zunehmend strenger gewährt werden. Leasing schont die Liquidität und ermöglicht Investitionen zum richtigen Zeitpunkt. Investitionskosten sind über die Nutzungsdauer kalkulierbar. Besonders relevant ist Leasing bei neuen Technologien, da es Investitionsrisiken begrenzen kann.
Welche Rolle spielt Leasing für Resilienz und Sicherheit?
Im Mittelstand ermöglicht Leasing Vorratsinvestitionen z. B. in Ausfallgeneratoren, IT und Ersatzmaschinen mit planbaren Raten, integrierter Wartung und dem Austausch am Laufzeitende. Geleaste Reservekapazitäten lassen sich kalkulierbar bereitstellen, ohne dass Kapital dauerhaft gebunden wird.
Große Rüstungskonzerne arbeiten mit bis zu 10.000 mittelständischen Zulieferern. Wenn Aufträge kommen, müssen diese schnell ihre Kapazitäten hochfahren. Leasing kann Investitionen zeitnah realisieren. Zudem kann Leasing den Katastrophenschutz unterstützten: Polizei, Feuerwehr und THW haben einen hohen Investitionsbedarf, aber begrenzte Budgets. Leasing macht die Finanzierung planbar und hält die Ausrüstung technisch aktuell.