Es gibt kaum etwas, das Unternehmen nicht leasen können.
Ob Elektroauto, E-Bike oder E-Roller, Technikerwagen oder Reisebus, Müllwagen, Gabelstapler, Traktor, Biogasanlage, Kopierer und Computeranlagen, Bau-, Druck- oder Werkzeugmaschinen, Zahnarztstuhl oder Röntgenapparate, Autowaschstraßen, Fitnessgeräte, die Photovoltaikanlage auf der Produktionshalle oder dem Bürogebäude – täglich sind ungezählte Leasing-Güter im Einsatz. Es gibt kaum etwas, das Unternehmen nicht leasen können.
Dennoch denken die meisten Menschen beim Leasing zuerst an Autos – und tatsächlich sind Fahrzeuge die Leasing-Klassiker. Doch dank innovativer Produktentwicklungen gibt es inzwischen kaum ein Wirtschaftsgut, das sich nicht per Leasing anschaffen lässt. Neben den bekannten Ausrüstungsgütern und Immobilien sind Leasing-Lösungen auch für immaterielle Güter wie Software, Marken und Patente verfügbar. Leasing ist nicht mehr aus dem Wirtschaftsalltag wegzudenken, es ist längst mehr als eine reine Finanzierungsalternative. Von den Leasing-Unternehmen ergänzend angebotene Dienstleistungen wie Reparaturen, Schadensmanagement, Inspektion oder Wartung erleichtern die Nutzung der geleasten Fahrzeuge, Maschinen oder IT-Systeme über den kompletten Lebenszyklus und verschaffen den Kunden Freiräume für ihr Kerngeschäft. Es überrascht daher nicht, dass in Deutschland aktuell Wirtschaftsgüter im Wert von etwa 180 Milliarden Euro verleast sind. Allein 2025 realisierte die Branche Investitionen in Höhe von 83,12 Milliarden Euro für ihre Kunden (Quelle: BDL/IW Köln).
Wir sind Leasing!
Die Leasing-Wirtschaft ist Partner für eine nachhaltige, digitale und innovative Zukunft. Sehen Sie im Branchenporträt, was die DNA der Leasing-Wirtschaft ausmacht und sie qualifiziert, den Transformationsprozess der Wirtschaft in Deutschland zu begleiten und zu beschleunigen.
Expertise, Mittelstand, Nachhaltigkeit und die Nähe zur Realwirtschaft bilden die DNA der Leasing-Wirtschaft. Damit ist die Branche qualifiziert, den Transformationsprozess der Wirtschaft in Deutschland zu begleiten und zu beschleunigen. Sie ist ein starker Partner für eine nachhaltige, digitale und innovative Zukunft.
Leasing-Gesellschaften als Spezialisten: Branchenexpertise über Güter und Märkte
Was sind die Erfolgsfaktoren der Branche, die sich vor mehr als 60 Jahren in Deutschland etablierte und einen außergewöhnlichen Siegeszug vollzogen hat? Es sind Expertise, Mittelstand, Nachhaltigkeit und die Nähe zur Realwirtschaft, die die DNA der Leasing-Wirtschaft bilden. Leasing ist das Geschäft mit Investitionen. Als professionelle Investoren verfügen die Leasing-Gesellschaften über eine spezifische Branchen- und Marktkenntnis. Die enge Rückkopplung mit Kunden und Herstellern verschafft ihnen ein gutes Gespür für Markttrends. So können Leasing-Unternehmen schnell und flexibel reagieren. Sie kennen die Maschinen, Produktionsanlagen, Fahrzeuge, das IT-Equipment und die anderen Wirtschaftsgüter, die sie verleasen, ganz genau. Denn um den Wertverlauf eines Objekts zu berechnen oder Verwertungskonzepte zu erarbeiten, sind Fachleute für Investitionsgüter und Märkte gefragt – aber auch um eine partnerschaftliche Beratung der Kunden zu garantieren. In Leasing-Gesellschaften arbeiten daher Ingenieure verschiedener Fachrichtungen, Kfz-Meister, Techniker, Facility-Manager, Architekten, Mediziner etc. im Team mit Finanzierungsexperten zusammen.
Aufgrund des ausgeprägten Know-hows über die Wirtschaftsgüter und der Tatsache, dass Leasing-Gesellschaften schon qua Geschäftsmodell Eigentümer des verleasten Objekts bleiben, versteht sich die Branche als Teil der Realwirtschaft.
Leasing als Mittelstandsfinanzierung: 85 Prozent der Verträge mit mittelständischen Kunden
Weiterer Erfolgsfaktor ist die eigene mittelständische Struktur der Leasing-Wirtschaft und die Partnerschaft mit dem Mittelstand. Leasing genießt dort eine hohe Anziehungskraft: Vier von fünf Unternehmen ziehen Leasing regelmäßig für ihre Investitionspläne in Betracht. Gut 85 Prozent der über zwei Millionen Leasing-Verträge werden pro Jahr mit mittelständischen Kunden geschlossen. Auch die Leasing-Branche selbst ist mittelständisch geprägt und spiegelt die Unternehmenslandschaft in Deutschland wider.
„Als Mittelstand für den Mittelstand – dies ist ein ganz wichtiger Treiber unseres Erfolgs. Wir wissen, was es heißt, ein mittelständisches Unternehmen zu führen", erläutert BDL-Präsident Kai Ostermann.
So können Kunden auf eine Beratung auf Augenhöhe vertrauen. Der Kundenkreis der Branche reicht vom Selbstständigen über den Mittelständler bis zum internationalen Konzern, aber mit einem starken mittelständischen Kern. Die Leasing-Kunden stammen aus allen Wirtschaftsbereichen: Handwerker, Maschinenbauer, Transportunternehmer, Einzelhändler, Bauunternehmer, Landwirte, Krankenhausbetreiber, Ärzte, Pflegedienste, um nur einige Beispiele zu nennen.
Leasing als Investitions- und Innovationsmotor: Neue Technologien dank Leasing-Finanzierung
Ihre Expertise befähigt die Leasing-Unternehmen, innovative Produkte oder Investitionen in neue Märkte auch in den Fällen zu realisieren, bei denen sich Kreditinstitute eher zurückhaltend zeigen. Dies führte in der Vergangenheit mehrfach dazu, dass neue Technologien maßgeblich dank Leasing in die Märkte eingeführt und verbreitet werden konnten. Beispiele hierfür sind Großcomputer, Kopier- und Druckmaschinen oder Großgeräte der Medizintechnik.
Die Erfahrung prädestiniert Leasing-Gesellschaften, die notwendigen Investitionen für die Transformationsprozesse ihrer Kunden zu begleiten. Die Unternehmensbefragung „Leasing in Deutschland 2025" im Auftrag des BDL hat gezeigt, dass 65 Prozent der Unternehmen nachhaltige Investitionen über Leasing finanzieren, vor allem in Bereichen wie Elektromobilität und IT-Infrastruktur. Häufiger kam nur der eigene Cashflow (69 Prozent) zum Einsatz. Viele Unternehmen planen, künftige Investitionen in Nachhaltigkeit gezielter über Leasing zu finanzieren. Denn Leasing ermöglicht es, schnell und flexibel in Zukunftstechnologien zu investieren, ohne Eigenkapital zu binden und es reduziert das Investitionsrisiko bei innovativen Technologien.
Auch auf diesem Gebiet wird es künftig über die Finanzierungsfunktion hinausgehen: Leasing-Gesellschaften werden Leasing-Nehmer in puncto Nachhaltigkeit und Fördermittel beraten, denn gerade Mittelständler sind auf externe Expertise angewiesen.
Marktstudie 2025: Leasing stärkt die Wettbewerbsfähigkeit
Leasing sichert Investitionen, schafft Flexibilität – und wird für viele Unternehmen zum Schlüssel für ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Das zeigt auch die Marktstudie „Leasing in Deutschland 2025“, die im Auftrag des BDL durch das Marktforschungsinstitut GIM Gesellschaft für innovative Marktforschung realisiert wurde. Danach wird Leasing nicht mehr nur als Finanzierungslösung betrachtet, sondern als strategisches Steuerungsinstrument für Investitionen, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Nutzung statt Eigentum: Warum Unternehmen Leasing bevorzugen
Neben einer professionellen Beratung überzeugt Leasing die Finanzentscheider in den Unternehmen mit einer Reihe von Vorteilen: Die Planbarkeit durch Leasing und die Liquiditätsschonung sind häufig genannte Argumente. Werden zusätzlich zum Fahrzeug, zur Maschine oder der IT-Ausstattung noch Services wie Wartung, Reparatur, Versicherung oder Full-Service-Pakete vereinbart, sind Kosten noch besser planbar. Daher ist es ein anhaltender Trend, Dienstleistungen ergänzend zur Leasing-Finanzierung zu buchen. Laut der Unternehmensbefragung „Leasing in Deutschland 2025“ schätzen Leasing-Kunden besonders die Grundidee „Nutzung statt Eigentum“. Denn das Argument, das Leasing-Objekt zurückgeben zu können, gehört zu den wichtigsten Leasing-Motiven: Nach Ablauf der Leasing-Vertragsdauer wird das genutzte Wirtschaftsgut zurückgegeben oder kann gegen ein neues ausgetauscht werden.
Für Mittelständler ist die Rückgabemöglichkeit interessant, wenn in neue, moderne Anlagen investiert wird, oder wenn es darum geht, stets auf dem neuesten technischen Stand zu sein und Computer, Fahrzeuge, Maschinen oder Medizintechnik nach nur kurzer Zeit auszutauschen. Das Argument kommt zum Beispiel beim Fahrzeugleasing, dem größten Segment der Branche, zum Tragen: Kein Unternehmer möchte seinen Firmenwagen selbst auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkaufen. Dafür fehlen Zeit und Expertise. Stattdessen gibt der Kunde das Fahrzeug nach durchschnittlich drei Jahren an die Leasing-Gesellschaft zurück oder tauscht es gegen ein neueres Modell aus. So sorgt er auch dafür, stets die modernsten und umweltfreundlichsten Fahrzeugmodelle im Fuhrpark zu haben.
IT-Refurbishment durch Leasing-Gesellschaften: Gebrauchte Hardware für den Zweitmarkt aufbereitet
Nicht selten landen gekaufte Computer und Laptops am Ende ihrer Nutzung auf dem Schrottplatz, obwohl sie nach entsprechender Aufbereitung noch mehrere Jahre hätten verwendet werden können. Leasing-Gesellschaften dagegen arbeiten die nach der Leasing-Zeit zurückgegebene, gebrauchte Hardware wieder auf, das sogenannte Refurbishment. Ein Computer oder Laptop geht so im Laufe seines Lebens durch mehrere Hände, bevor er endgültig verschrottet bzw. recycelt wird. Dies spart wertvolle Ressourcen. Zertifizierte Löschverfahren schaffen dabei die Voraussetzung, gebrauchte IT-Geräte auf dem Zweitmarkt verwerten zu können. Viele Leasing-Unternehmen unterhalten eigene Service-Center, die die Leasing-Rückläufer wieder aufbereiten. Start-ups wie Swappie, Back Market oder Rebuy haben Second-Hand-Smartphones und andere Geräte mit ihren Online-Plattformen salonfähig gemacht. Dort heißen sie nicht „gebraucht“, sondern „refurbished“, also wiederaufbereitet.