Leasing als Wachstumsmotor des Handwerks
Wenn in Deutschland etwas funktionieren soll, kommt meist ein Handwerksbetrieb zum Einsatz. Rund eine Million Betriebe sorgen täglich dafür, dass gebaut, installiert, repariert und modernisiert wird.
Doch handwerklicher Erfolg beruht nicht allein auf Können und Leidenschaft. Erst im Zusammenspiel mit modernen Maschinen, leistungsfähigen Fahrzeugen und digitalen Werkzeugen entfalten Handwerkerinnen und Handwerker in den Betrieben ihr volles Potenzial. Investitionsfähigkeit ist daher kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit.
Leasing schafft Handlungsspielraum
Genau hier setzt Leasing an. Es ermöglicht Handwerksbetrieben, Investitionen zu tätigen, ohne ihr Kapital für hohe Einmalzahlungen binden zu müssen. Statt einmal hoher Investitionskosten entstehen planbare Raten, der Cashflow bleibt stabil, und Betriebe können schneller auf technologische Entwicklungen reagieren.
Auch im Handwerk gilt: Aufgeschobene Modernisierung ist oft verlorene Zeit. Leasing hilft, diesen Aufschub zu vermeiden und das mit der Perspektive, am Laufzeitende auf eine neue Generation von Technologien umsteigen zu können. Gerade diese Dynamik verschafft Handwerksbetrieben entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Auch Beraterinnen und Berater der Handwerkskammern bewerten Leasing als zentrales Instrument bei der externen Finanzierung. Rund 30 Prozent der Investitionen in energie- und ressourcenschonende Technologien werden im Handwerk bereits über Leasing realisiert, wie eine entsprechende Betriebsumfrage ergab.
Handwerk schafft Werte. Leasing schafft die finanziellen Spielräume dafür. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist diese Partnerschaft von besonderer Bedeutung.
Objektkenntnis statt reinem Bonitätsblick
Sofern Handwerksbetriebe Investitionen mit externen Mitteln finanzieren, stehen Darlehen der Hausbanken an erster Stelle. Aus dem Blickwinkel der Betriebe haben Leasing-Gesellschaften gegenüber Banken jedoch Vorteile, wenn es um die Finanzierung von Spezialmaschinen geht oder sie sich in einer angespannten wirtschaftlichen Lage befinden und keine banktypischen Besicherungen anbieten können. Denn die Hausbank wird eine Spezialmaschine kaum als dringliche Sicherheit anerkennen. Das ist bei den Leasing-Gesellschaften mit ihrer ausgeprägten Objektkenntnis anders. Sie wissen, welchen Wert Maschinen und Anlagen im Markt haben, wie sich Restwerte entwickeln und welche Investitionszyklen in einzelnen Gewerken üblich sind.
Für viele Betriebe ist das entscheidend. Denn nicht selten scheitern Investitionen trotz guter Auftragslage an fehlenden Sicherheiten. Leasing setzt hier an: Die Bewertung orientiert sich stärker am Objekt als an der Bilanz. Das ermöglicht passgenaue Lösungen und fördert Partnerschaften, die über die reine Finanzierung hinausgehen.
Fazit: Partnerschaft mit Wirkung
Handwerk schafft Werte. Leasing schafft die finanziellen Spielräume dafür. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist diese Partnerschaft von besonderer Bedeutung.
Ich freue mich über die vertrauensvolle Zusammenarbeit des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen und bin überzeugt: Wer das Handwerk stärken will, muss seine Investitionsfähigkeit sichern. Leasing ist dabei ein zentraler Baustein und ein verlässlicher Partner für die Zukunft des Handwerks.
Zur Person

Jörg Dittrich ist Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) in zweiter Amtszeit und spricht für das gesamte deutsche Handwerk. Von Amts wegen ist er ebenfalls Präsident bzw. Vorsitzender von DHKT und UDH. Der Dachdeckermeister und Diplom-Hochbauingenieur ist Geschäftsführer der Dachdeckermeister Claus Dittrich GmbH & Co. KG, einem mittelständischen Dachdeckerbetrieb mit Hauptsitz in Dresden.
Interview mit Gitta Connemann
Wie blickt die Politik auf den Mittelstand? Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Gitta Connemann im Interview über Leasing und Investitionsanreize.